
Alles ohne Emotionen?
Da denkt man doch immer, Business-to-Business-Einkaufsentscheidungen werden nach rationalen Massstäben getroffen. Was passiert nun aber, wenn – sagen wir – ein normales Grossunternehmen, das seinen Mitarbeitern Mobiltelefone und mobiles Email zur Verfügung stellt, bei seinen Einkaufsentscheidungen so stark emotional beeinflusst wird, dass es den “schickeren” Anbieter bevorzugt? Gibt’s nicht?
Ein wunderbarer Fall dafür ist der Niedergang von RIM, dem Hersteller der Blackberrys. Ein grosser Teil des Verkaufsrückganges ist dadurch bedingt, dass die Mitarbeiter (also die internen Kunden der IT-Abteilung) nach schicken iPhones anstatt kalten Blackberrys verlangen. Und die Manager natürlich auch. Und allen voran der Firmenleiter, dessen Tochter natürlich ein iPad hat.
Wenn dieser Ball der emotionsgetriebenen Einkaufsentscheidungen ersteinmal ins Rollen kommt, gibt es kaum ein Halten. Sicherheitsbedenken? Ja, schon noch bei einigen, aber — na ja, es geht auch mit Apple und Samsung.
Liefern Sie Ihre Produkte an andere Businesses und versuchen alles, damit Sie rational betrachtet Ihren Konkurrenten vorgezogen werden? Dann geben Sie Acht: Emotionen lauern überall, auch und gerade in grossen “anonymen” Unternehmen. Ist jemand überrascht?

