Jedes Geschäft, jede Organisation, auch gemeinnützige, werden von ihren Kunden bezahlt.
Sie meinen, das ist allgemein bekannt?
Warum handeln dann so viele Führungskräfte (oder die, die sich dafür halten) so amateurhaft, dass es einem fast die Tränen in die Augen treibt?
Beispiele:
- Auf die Fragen ”Wer sind unsere Kunden?” und “Was wollen unsere Kunden von uns?” erhalten Sie bei mindestens der Hälfte der Unternehmen uneinheitliche Antworten der Führungskräfte, Manager und Mitarbeiter. Wie kann das sein?
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Aktuelle(!) Webseite eines Skigebietes: Aktuelle Events Januar 2011(!) -- Nur eines von vielen Beispielen
Viele Unternehmen klagen lieber als den Kunden zu helfen, bei Ihnen zu kaufen. Neben der Hotelbranche (siehe mein Artikel dazu), erlebe ich das jetzt mit den Skigebieten, von denen gerade die kleinen um’s überleben kämpfen und dafür vor allem das Wetter verantwortlich machen. Jetzt, wo der Schnee fällt und einige Gebiete tatsächlich teilweise öffnen, versuchen Sie nur mal, Informationen darüber auf den entsprechenden Webseiten zu finden. Statt einer dicken Überschrift “Wir öffnen am Wochenende. Folgende Pisten: … Geniessen Sie den ersten Schneespass in diesem Winter. Alle Besucher erhalten ein Glas Glühwein gratis!” lesen Sie über die letzte Aufsichtsratssitzung der Liftgesellschaft. Unglaublich? Leider wahr!
Liebe Betreiber von Skigebieten: Ihre Kunden wollen Skilaufen! Verstehen Sie? Sie wollen wissen, wann und wo man bei Ihnen Skilaufen kann!
- Wann haben Sie Ihren Kunden das letzte Mal systematisch die Frage gestellt, ob und warum Sie wieder bei Ihnen kaufen würden? Für die meisten Unternehmen wären die Antworten sicher sehr überraschend.
Es gibt auch Lichtblicke: Die Hotelchefin eines grösseren Geschäftshotels in Basel hat mir nach meiner positiven Rückmeldung zu unserem Aufenthalt (ja, vor allem der Service war exzellent und die Mitarbeiter extrem hilfsbereit und aufmerksam) ein persönliches(!) Email geschrieben, um mir zu danken. Klar, dass ich das Hotel weiterempfehle (Ramada Plaza, Basel). So geht das.
Ich frage mich manchmal, wie es wäre, wenn alle Führungskräfte kundenorientiert wären. Kaum auszudenken!